Anwendung seit 200 Jahren: Homöopathie

Natur und Homöopathie

Was ist Homöopathie?

Homöopathie ist eine sanfte, aber wirkungsvolle Behandlungsmethode für viele funktionelle Störungen und Krankheitsbeschwerden. Klassische Homöopathie wird seit über 200 Jahren in aller Welt millionenfach angewendet. Die Basis dieser Heilmethode begründet das von Hippokrates postulierte Ähnlichkeitsprinzip (“Simile-Prinzip”).

Auf der Grundlage einer ausführlichen Befragung des Patienten werden entsprechend der individuellen Krankheitssymptome passende homöopathische Arzneien (oft als Globuli) verabreicht. Ein Beispiel: Wenn ein Schnupfen mit Augentränen ähnliche Symptome wie die bekannte Reaktion beim Zwiebelschneiden hat, dann ist die homöopathische Aufbereitung der Küchenzwiebel (Allium cepa) zur Heilungsförderung geeignet.

Ganzheitliche Gesundheit und Krankheit

Homöopathie fasst Erkrankungen als eine Verstimmung der innerlichen, ausgleichenden Lebenskraft bzw. Selbstregulation auf, die den ganzen Menschen betrifft. Deshalb werden homöopathisch nicht einzelne Symptome (wie z. B. Bluthochdruck, Nagelpilz, Depression und Wut) behandelt, sondern der Mensch in seiner Gesamtheit aus Körper, Geist und Gemüt, sowie Lebensumfeld.

Erstanamnese und Repertorisation

Die Erstanamnese bei der homöopathischen Behandlung besitzt einen sehr hohen Stellenwert: Ausführlich werden die individuellen Informationen über den Patienten, seine Situation, Befinden, Krankheitssymptome und -geschichte erhoben. Daraus wird sorgfältig das passende – den Symptomen am ähnlichsten – homöopathische Medikament abgeleitet und ausgewählt (Repertorisation). Dazu werden homöopathische Nachschlagewerke wie Materia Medica und Repertorien sowie elektronische Datenbanken verwendet.

Die homöopathischen Arzneien

Zur Herstellung homöopathischer Arzneien werden vorwiegend pflanzliche, mineralische oder tierische Ausgangsstoffe nach bestimmten Herstellungsvorschriften verarbeitet. (aktuelles amtliches Homöopathisches Arzneibuch-HAB 2017)

Nach Abschluss des Herstellungsverfahrens (= Potenzierung) sollen sie feinste Reize auf den Organismus ausüben, um die natürlichen körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Potenzierung

Der Arzneigrundstoff wird in der Homöopathie kräftig verrieben, verschüttelt und stufenweise verdünnt. Nach der Homöopathie-Lehre wird dadurch die Heilkraft verstärkt.
Die Potenz beschreibt die Verdünnungsstufe und die Wirkkraft. Die energetische Wirkung der Arznei beeinflusst die übergeordnete Steuerzentrale, unsere “Lebenskraft”. Homöopathisch heilen heißt, verstimmte Lebenskraft mit Arzneimittelreizen wieder richtig zu stimmen.

Die homöopathischen Wirkmechanismen sind bis heute weder wissenschaftlich geklärt noch anerkannt. Vermutet wird eine nichtstoffliche, energetische bzw. informative Wirkung, vergleichbar mit einem Software-Update für ein Computer-Betriebssystem.

Einnahme homöopathischer Mittel

Globuli in der Homöopathie

Die Einnahme homöopathischer Mittel sollte mit einem Abstand von etwa fünfzehn Minuten zu einer Mahlzeit erfolgen. Auch das Rauchen oder der Genuss von Koffein sollte davor und direkt danach unterlassen werden. Außerdem ist bekannt, dass einige starke ätherische Öle die Wirkung von homöopathischen Mitteln aufheben können, daher sollten das Zähneputzen mit Menthol-haltiger Zahnpasta nicht direkt davor oder danach erfolgen.

zengamed verordnet nicht für jedes einzelne Symptom eine Arznei, sondern ein homöopathisches Einzelmittel für die Gesamtheit der Symptome. Bei komplexen Erkrankungen können bis zur Heilung verschiedene Mittel zum Einsatz kommen. Nach unserem ganzheitlichen Medizin-Verständnis kann die Homöopathie gut mit anderen Naturheilverfahren und der Hochschulmedizin kombiniert werden.

 

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den Seiten des Bilz-Bund für Naturheilkunde e. V.