Kinderimpfungen gegen SARS CoV2 als Voraussetzung für Schulbesuch?

Der 124.Deutsche Ärztetag (online) hat vor wenigen Tagen in einem Beschluss Corona-Pflichtimpfungen für alle Schulkinder gefordert:

„Auch Kinder und Jugendliche haben deutliche gesundheitliche Risiken infolge einer SARS-CoV-2-Erkrankung. Deshalb muss die Immunität auch für diese Gruppe durch eine Impfung und nicht durch eine Durchseuchung erzielt werden. Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung. Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/124.DAET/Beschlussprotokoll_Stand_06.05.2021.pdf (Seite 31und 32 im PDF-Dokument)

 

Kitas und Schulen sind keine Hotspots in der Corona-Pandemie

Dazu hat die Universität Leipzig eine große Studie durchgeführt (https://home.uni-leipzig.de/lifechild/schulerhebung-corona/) und das Robert-Koch-Institut sieht dies ähnlich (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/13/Art_02.html).

Sicherheitsbericht zu Corona-Impfungen

Die aktuell in der EU verfügbaren Impfstoffe haben alle ein nicht unerhebliches Risiko- und Nebenwirkungsprofil. Im Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Institutes mit Stand 30.04.2021 kann jeder Interessierte das nachlesen. 4916 Menschen mussten infolge der Impfung gegen SARS CoV 2 mit schweren Nebenwirkungen im Krankenhaus behandelt werden. Es gab bisher in Deutschland 524 Todesfälle im Zusammenhang mit der SARS CoV 2 Impfung (https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-30-04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5).

 

Studienlage zu Corona-Impfungen bei Kindern

Die Impfstoffe gegen SARS CoV 2 basieren auf einer bisher noch nie beim Menschen eingesetzten Impfstoff-Technologie, der Verimpfung von Gen-Abschnitten (mRNA). Sie sind erst seit Ende Dezember 2020 für Erwachsene zugelassen. Es gibt bisher keine Langzeitbeobachtungen zur Verträglichkeit und keine belastbaren Studien zu dieser Impfung bei Kindern. Die folgende Sammlung an Argumenten möge für sich sprechen. https://www.researchgate.net/publication/351662151_COVID-19_Impfung_fur_Kinder_und_Jugendliche_Vierzehn_Argumente_fur_einen_rationalen_Weg_in_Deutschland_COVID-19_vaccination_for_children_and_adolescents_Fourteen_arguments_for_a_rational_approach_in_G

 

Ärztliche Ethik

Primum nihil nocere”(lateinisch- zu deutsch: zuerst keinen Schaden verursachen) ist ein Grundpfeiler der medizinischen Ethik. Da der Weltärztebund dies auch in der aktuellsten Version des Ärzte-Gelöbnisses (Hippokratischer Eid) verankert hat, ist es für mich vollkommen unverständlich und fragwürdig, wie die teilnehmenden Ärzte des 124. Deutschen Ärztetages den oben zitierten Beschluss fassen konnten. In meinen Ohren klingt dieser Wortlaut eher wie eine hereindiktierte Blaupause eines Gesetzentwurfes aus der Politik. https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/International/Deklaration_von_Genf_DE_2017.pdf

 

Mein eigener Standpunkt

In unserer Praxis werden Menschen mit und nach Corona-Infektionen behandelt. Wir distanzieren uns daher von den sogenannten Corona-Leugnern. In meinem Berufsleben habe ich schon mehrere tausend Menschen geimpft, auch ich und meine Kinder haben sinnvolle und sichere Impfungen erhalten. Darum sind wir in der Praxis alles andere als Impfgegner. Jedoch muss ich mich klar von dem oben zitierten Beschluss des 124. Deutschen Ärztetages distanzieren, in welchem eine Corona-Pflichtimpfung für alle Kinder als Voraussetzung für den Besuch einer Kita oder der Schule gefordert wird.